Einzelne Artikel

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Einzelne Artikel
Teil 1: Kindesanhörungen in familienrechtlichen Verfahren - Teil 2: Psychologisches und pädagogisches kindgerechtes Vorgehen bei der Anhörung
Teil 1 von Andreas Hornung

Die Anhörung des Kindes durch das Familiengericht spielt in Sorgerechts- und Umgangsregelungsverfahren eine wichtige Rolle. Immer wieder muss ich jedoch erleben, dass Fachkräfte der Jugendhilfe, Kindeseltern, Rechtsanwälte und Verfahrensbeistände mir von ihren negativen Erfahrungen mit der familienrichterlichen Anhörung von Kindern berichten. Mal werden Kinder prinzipiell nicht durch das Familiengericht angehört, solange sie noch nicht das 14. Lebensjahr vollendet haben, mal wird das Kind durch die Art der Befragung in die Rolle des Entscheiders der zu lösenden Fallfrage gedrängt, mal werden dem Kind die Antworten durch Suggestivfragen in den Mund gelegt.


Tel 2 von Birgit Kaufhold

Die Variationsbreite kindlicher Reaktionen im Kontext von Kindesanhörungen ist sehr groß, da das Erleben abhängig von Entwicklungsstand, Alter sowie einer Vielzahl individueller und situationsbedingter Faktoren ist. Erwartungshaltung der Gesetz- und Rechtsprechung an die Kindesanhörung ist es, persönliche Beziehungen sichtbar zu machen und Neigungen, Bindungen oder den Willen des Kindes erkennbar zu machen, wenn es für die Entscheidung von Bedeutung ist. Der Kindeswille hat zweierlei Funktionen: „Zum einen kann ihm entnommen werden, zu welcher Person das Kind die stärksten Bindungen hat. Zum anderen dient er der Selbstbestimmung des Kindes. Je älter das Kind ist, desto mehr tritt die zweite Funktion in den Vordergrund“ (vgl. FamRZ 2011, 796-802).


insgesamt 8 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 2-13
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Umgang bei Trennung und Scheidung - Die Situation des Kindes im Elternstreit und ihre Interessenvertretung durch den Verfahrensbeistand
Von Reinhard Prenzlow

6 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 2-13

Seit der Reform des Kindschaftsrechts im Jahr 1998 ist der Umgang des Kindes mit seinem von ihm getrennt lebenden Elternteil zu einem zentralen Streitthema geworden. Dies belegt anschaulich die Statistik. Während im Jahr 2000 in ganz Deutschland 30.504 Umgangsverfahren vor den Amtsgerichten verhandelt wurden, waren es 2011 schon 54.980 Verfahren. Dies bedeutet eine Zunahme von etwa 80 Prozent. Gleichwohl haben die Beschwerdeverfahren an den Oberlandesgerichten im gleichen Zeitraum nur um rund 24 Prozent zugenommen. Dies kann man darauf zurückführen, dass die in der ersten Instanz erzielten Einigungen oder Beschlüsse zu einem großen Teil zu einer Befriedung geführt haben.

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Möglichkeiten der Mediation bei Umgangskonfikten
Von Michael Grabow

4 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 2-13


Mit der Neuregelung des familiengerichtlichen Verfahrens durch das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) zum 1.9.2009 hatte der Gesetzgeber die in der Praxis in der Folge des sogenannten  Cochemer Modells (jetzt: Cochemer Praxis) entstandenen Tendenzen zur einverständlichen Handhabung von Sorge- und Umgangsproblemen aufgegriffen und für die Anwendung der Mediation als einer der Möglichkeiten zur Herbeiführung von Einverständlichkeit – auch – in Familiensachen mit den §§ 135 und 156 FamFG eine erste verfahrensrechtliche Basis geschaffen. Diese Grundlage ist durch Art. 3 des Gesetzes zur Förderung der Mediation und andere Verfahren der außergerichtlichen Konfiktbeilegung (MediationsG) vom 21.7.2012 (BGBl. I S. 1577) weiter präzisiert worden.

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Kinder mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen
Vieles ist anders als früher, vieles besser

Von Ute Thyen


9 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-13

Die Gesundheit der Kinder und die Belastungen mit akuten oder chronischen körperlichen oder seelischen Erkrankungen oder daraus resultierenden Behinderungen zu beschreiben, kann nur im Hinblick auf die Zeitgeschichte gelingen. So wächst ein Verständnis für die völlig veränderten Anforderungen an eine angemessene und zeitgemäße gesundheitliche Versorgung der Kinder. Dieser Beitrag soll auf einen Rückblick auf die vergangenen hundert Jahre und die Entwicklungen in Deutschland beschränkt bleiben und die wichtigsten Veränderungen exemplarisch beleuchten.
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Chronische Erkrankungen im Kindesalter: Diagnose - Behinderung - Identität
Von Olaf Kraus de Camargo


8 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-13


Mit der Verabschiedung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) durch die Mitgliedsstaaten der WHO im Jahre 2001 (Weltgesundheitsorganisation 2001) und der Behindertenrechtskonvention durch die UN in 2006 (Vereinte Nationen 2006) ist eine Denkweise verbunden, die vor allem im medizinischen Bereich oft noch ungewohnt ist. Lange galten das biomedizinische Modell und das soziale Modell von Gesundheit als gegensätzlich. Doch schon in den 1970er Jahren wurde eine Verbindung dieser Modelle vorgeschlagen (Engel 1977). Das sogenannte bio-psycho-soziale Modell versucht beide Sichtweisen zu vereinen und ist die Grundlage für die Entwicklung der ICF gewesen.

 
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Diabetes im Kindes- und Jugendalter
Von Andreas Neu

4 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-13

Von Jahr zu Jahr wird der Diabetes mellitus bei Kindern und Jugendlichen häu?ger. Sowohl der autoimmune Typ-1-Diabetes als auch der Typ-2-Diabetes nehmen zu. Nach wie vor ist der Typ-1-Diabetes im Kindes-und Jugendalter die häu?gste Diabetesform – zumindest in Mitteleuropa. Kinder und Jugendliche mit Diabetes bedürfen einer individuellen Betreuung und Therapieführung. Insulintherapie, Ernährungsempfehlungen und technische Ausstattung müssen auf die jeweiligen Bedürfnisse eines Kindes abgestimmt werden.

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Frühe Ernährung und langfristiges Adipositasrisiko Chancen für die pädiatrische Prävention
Von Brigitte Brands und Berthold Koletzko

6 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-13

Die Forschung der letzten Jahre hat zu einem überzeugenden Ausmaß an Evidenz für einen programmierenden Effekt von früher Ernährung auf das spätere Adipositasrisiko und damit assoziierten, nicht-übertragbaren Erkrankungen geführt. Experimentelle, die Lebenszeit umspannende Studien im Tiermodell, historische und prospektive Kohortenstudien an Menschen sowie hypothesentestende, humane Interventionsstudien mit langzeitiger Nachuntersuchung, bestätigen diese Zusammenhänge.


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Traumatisierung der Eltern und Familien mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen
Von Hubertus von Voss

5 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-13

Rund zwei Millionen Familien leben in Deutschland mit Kindern und Jugendlichen zusammen, bei denen eine chronische Krankheit, gar Behinderung bzw. Mehrfachbehinderung vorliegt. Alles konzentriert und fokussiert sich in solchen Familien auf die Patienten selbst. Verbunden mit chronischer Krankheit und Behinderung sind in der Regel wiederkehrende – oft sehr intensive – Untersuchungen sowie Erwartungen von Ärzten, Therapeuten und mit der Förderung dieser Patienten beauftragte Fachpersonen, Therapie- und Förderkonzepte in die Tat umzusetzen. Unser Gesundheitssystem ist mehr oder minder weiterhin phänomenologisch darauf ausgerichtet, Einzelsymptome günstig zu beein?ussen. Die vielfach eingeforderte „ganzheitliche Sicht“ zum Patienten gerät immer mehr ins Abseits. Auf diesen für die Familien mühevollen Wegstrecken mit ihren chroisch kranken Kindern erwächst die Gefahr, dass Familienmitglieder zunehmend traumatisiert werden. Dies betrifft besonders die direkten Bezugspersonen: Eltern und Geschwister.
 
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