Einzelne Artikel

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Einzelne Artikel
Gewalt unter der Geburt - Eine tabuisierte Gewaltform mit gesamtgesellschaftlicher Wirkung
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Von Christina Mundlos

8 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-20

Gewalt und Übergriffe in der Geburtshilfe waren lange Zeit stark tabuisiert. Die Öffentlichkeit ist auch bis heute noch weitestgehend uninformiert. Dabei geschehen diese psychischen und körperlichen Übergriffe recht häufig. Die Auswirkungen dieser Gewaltform auf Betroffene und die gesamte Familie sind enorm. Um die Hintergründe zu verstehen, müssen auch die Veränderungen in der Geburtskultur und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den Blick genommen werden.
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Fehlverhalten von Fachkräften in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
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Von Jörg M. Fegert

10 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-20

Professionelles Fehlverhalten in den Heilberufen, Heilhilfsberufen und in der Pflege kann systematisch in Formen der Gewalt als aktive Gewalthandlungen oder Übergriffe und Fehlverhalten von Fachkräften durch Unterlassung, also vergleichbare Vernachlässigung, eingeteilt werden. Diese Gewaltformen können einerseits Taten oder Pflichtversäumnisse und Unterlassungen einzelner sein oder sie können Ausdruck eines Systems oder Subsystems sein. Kommt es in Folge von personeller Unterbesetzung zu Vernachlässigung von Patientinnen und Patienten, spricht man von ‚Institutional Neglect‘ zum Beispiel auch im Kontext der Altenpflege und anderer Einrichtungen. In Institutionen können sich aber auch Formen des Fehlverhaltens, quasi als mit Überzeugung angewandte institutionelle Vorgehensweisen, etablieren.

 
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Fehlverhalten und Gewalt durch pädagogische Fachkräfte in Kitas - Warum Wegsehen, Verschweigen und Banalisieren nicht weiterhelfen
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Von Jörg Maywald

8 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-20

Wenn Eltern ihr Kind in eine Kindertageseinrichtung geben, gehen sie davon aus, dass ihr Kind in guten Händen ist. Das Kind spürt die Zuversicht der Eltern, dass die Betreuung in der Kita seinem Interesse entspricht, und entwickelt seinerseits Vertrauen in die es umsorgenden Fachkräfte. In den meisten Fällen entsteht auf diese Weise ein positiver Kreis der Sicherheit, bei dem sich die Fürsorge durch die Eltern und die ergänzende Förderung in der Kindertageseinrichtung wechselseitig zum Wohl des Kindes ergänzen. Das ist aber nicht immer so. Gar nicht so selten gehen Gefahren für Kinder von der Kita aus. Fehlverhalten durch pädagogische Fachkräfte führt dazu, dass das Wohl einzelner Kinder oder der Kindergruppe insgesamt beeinträchtigt oder sogar gefährdet ist.

 
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SEELENPRÜGEL - Was Kindern in Kitas wirklich passiert. - Und was wir dagegen tun können. Die wichtigsten Aussagen eines Debattenbuchs
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8 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-20

Kindesmisshandlung ist keine Ausnahme, sie ist die Regel. In Deutschland leben ca. 13 Millionen Kinder. Ich behaupte, dass die meisten dieser Kinder in ihren ersten zehn Lebensjahren misshandelt werden. Den größten Anteil der Gewalt an Kindern stellt dabei die psychische Gewalt dar. Kinder werden eingeschüchtert, gedemütigt, zurückgewiesen, beleidigt, erpresst, feindselig behandelt, geängstigt, ausgegrenzt, lächerlich gemacht, bedroht, isoliert und ignoriert. Ihre kindlichen Bedürfnisse und Rechte werden damit massiv missachtet. Sie bekommen dadurch nicht das emotionale Gerüst, das sie für ein rundum gesundes und emotional stabiles Aufwachsen brauchen.

 
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Anerkennung in pädagogischen Beziehungen – Anspruch oder Wirklichkeit?
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Von Britta Ostermann

6 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-20

Entwicklungs-, Bildungs- und Sozialisationsprozesse von Heranwachsenden vollziehen sich in pädagogischen Beziehungen. Neben den Beziehungen zu Eltern, weiteren Familienmitgliedern und Peers stellen Beziehungen zu pädagogischen Fachkräften und Lehrkräften wesentliche Gegebenheiten des Aufwachsens in modernen Gesellschaften dar (vgl. Prengel & Winkelhofer 2014, S. 5 f.). Dabei ist es sowohl für ihre gegenwärtigen Erfahrungen während der Kindheit als auch für ihre zukünftige Entwicklung bedeutsam, ob sie Pädagoginnen und Pädagogen begegnen, die sie anerkennen und ermutigen oder demütigen und verletzen (vgl. Osterman & Prengel 2019). Im vorliegenden Beitrag erfolgt ein Einblick in eine empirische Studie über die Qualität der Interaktionen von frühpädagogischen Fachkräften mit Kindern, um herauszuarbeiten, auf welche Art und Weise und wie häufig Fachkräfte die ihnen anvertrauten Kinder in beobachteten Betreuungsphasen anerkennen und verletzen.

 
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Achtung Kinderperspektiven!  Mit Kindern Kita-Qualität entwickeln
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Von Anne Münchow und Lisa Vestring

8 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-20

Die Kita ist für beinahe alle Kinder ab drei Jahren neben der Familie ein wichtiger Ort des Aufwachsens geworden (www.laendermonitor.de). Die steigende Bedeutung außerfamiliärer Bildung, Betreuung und Erziehung ging zugleich mit steigenden Erwartungen und Anforderungen an das Feld einher, die von unterschiedlichsten Akteuren formuliert werden – von Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Kita-Trägern, Eltern etc. Die Vorstellungen erstrecken sich hierbei von flexiblen Öffnungszeiten über eine ausgewogene und gesunde Ernährung bis hin zu bundeseinheitlichen Qualitätsstandards hinsichtlich struktureller Rahmenbedingungen – landesspezifische Erziehungs- und Bildungspläne bündeln die Anforderungen, die an die Qualität in den Einrichtungen gestellt werden.

 
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Wahrnehmen – Verstehen – Antworten  -  Zur Entwicklung Sensitiver Responsivität in Zeiten besonderer Belastung
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Von Astrid Boll und Regina Remsperger-Kehm

6 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 1-20

Kinder besuchen heute immer früher und immer länger eine Kindertageseinrichtung. Um sich gesund entwickeln zu können, brauchen sie feinfühlige Bezugspersonen, die sie kontinuierlich betreuen, ihre körperlichen und psychischen Grundbedürfnisse erfüllen und angemessen auf sie reagieren. Dies gilt auch für pädagogische Fachkräfte in der Tagesbetreuung (Ahnert 2004, S. 5). Zugleich wächst die gesellschaftliche Verantwortung für die Sicherung des Kindeswohls: Nach § 8a SGB VIII obliegt Kindertageseinrichtungen ein Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdungen. Ebenso müssen Kitas einen Beitrag zur Förderung der Gesundheit von Kindern leisten. Den damit verbundenen Aufgaben können pädagogische Fachkräfte jedoch nur "dann besonders gut gerecht werden, wenn es ihnen selbst auch gut geht" (Nürnberg 2018, S. 14).

 
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Juristische Aspekte von Elternschaft und Kindeswohl bei assistierter Reproduktion
Von Katharina Kaesling

9 Seiten, erschienen in frühe Kindheit 6-19

Elternschaft kennt viele Gestalten in verschiedensten Kontexten. Wer faktisch Elternverantwortung für ein Kind übernimmt, ist nicht notwendigerweise rechtlicher Elternteil oder genetisch mit dem Kind verwandt. Fallgestaltungen assistierter Reproduktion führen in besonderem Maße dazu, dass verschiedene Facetten von Elternschaft auseinanderfallen. So kann beispielsweise eine Leihmutter eine mit Spendersamen befruchtete, gespendete Eizelle für ein Paar mit Kinderwunsch austragen. In diesem Fall sind außer der Leihmutter ein Samenspender, eine Eizellspenderin sowie zwei Wunscheltern beteiligt. Assistiert werden kann die Reproduktion durch medizinische Behandlung, aber im weiteren Sinne auch durch Mitwirkung Dritter im Rahmen von privaten Vereinbarungen, wie beispielsweise bei privater Samenspende und Heiminsemination.
 
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